Gündogan und Özil wurden, trotz des derzeitigen Erdogan-Skandals, für die WM nominiert. Man könnte nun argumentieren: „Berufliches und Privates sollte man trennen“. Das sehe ich in der Regel auch immer so. Allerdings geht es in diesem Fall nicht um einen Filialleiterposten bei Aldi Nord, sondern um die Deutsche Nationalmannschaft. „Die Mannschaft“ hat auch eine Vorbildfunktion – besonders für junge Menschen. Das sind Idole! Sie ist ein Aushängeschild, eine Visitenkarte für unser Land. Vor diesem Hintergrund finde ich die Entscheidung nicht nur höchst bedenklich, sondern noch dazu sehr gefährlich. Dieses Signal in Richtung Erdogan wird Wasser auf seine Mühlen sein. Schade, Herr Löw.