20:00 Uhr, Opernplatz Hannover. CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel hätte sich keinen besseren Platz für ihr Schauspiel aussuchen können. Groß wurde sie angekündigt. Sogar mehrmals kündigte der engagierte Moderator die in Hamburg geborene Spaßbremse an – ohne Erfolg. Sie ließ sich lange bitten. Als sie dann endlich auf der Bühne stand, folgte das, was man von der Union gut kennt – reden ohne viel Inhalt. Keine Konzepte und „die SPD hat den Karren in den Dreck gefahren…“. Um Kanzler(-in) zu werden, muss man sicher mehr vermitteln. Christian und ich hatten trotzdem viel Spaß. Und so viel „BUH“-Rufe kamen uns seit Jahren nicht über die Lippen – es ging auch ganz leicht… Zum Glück hatten wir Unterstützung von einigen JuSo-Gruppen, die mit Trillerpfeifen mächtig Lärm machten. Aber sind wir in der „Gegen Merkel“-Verpflichtung nicht alle gleich? Hoffen wir, dass die Wahl am 18. September 2005 anders ausgeht, als es momentan noch aussieht…