Gegen 9:30 Uhr holte mich ein Fahrer von Constantin Entertainment vor dem Hotel ab und wir fuhren in den ehemaligen Olympiapark, wo wir noch eine Mitdarstellerin abholten. Von dort ging es dann nach München-Bogenhausen zur angemieteten Villa und somit zum ersten Drehort. Dort angekommen versammelte sich langsam das ganze Filmteam und ich lernte meine „Kollegen“ kennen. Im Drehbuch stand zwar, dass ich ein „Farmerhemd“ tragen solle, aber das dieses Farmerhemd nur in Größe „L“ zur Verfügung stand und ich darin somit mehr als verboten aussah, sagte mir niemand. „Trag‘ das einfach offen über dem T-Shirt“, sagte die Kostümbildnerin und wollte mich damit wohl motivieren. Der Begriff „offen“ war an dieser Stelle fehlplatziert, denn auch im offenen Zustand lag es stramm auf der Bauchdecke… Spätestens der Blick in den Spiegel sorgte dafür, dass ich vor der Ausstrahlung der Folge sicher keine Werbung machen und den Sendetermin schön für mich behalten werde. Die Dreharbeiten machten Spaß und liefen recht flüssig, doch mein Unwohlsein machte mir auch das Spielen meiner Rolle nicht wirklich einfacher. Ich kam mir vor wie ein Michelin-Männchen und schämte mich bis in den Boden. Gegen Nachmittag folgte dann der nächste Drehabschnitt in einem nahegelgenen Waldstück und für mich war der Drehtag damit beendet. Von einem Fahrer wurde ich zum Bahnhof gefahren, wo ich den ICE nach Ulm nahm. Nun habe ich einen Tag frei und am kommenden Freitag kann ich wieder in mein „Kostüm“ schlüpfen – na dann mal prost…