Dieser Sonntag hatte es sowohl sportlich als auch politisch in sich. Neben der Europawahl fanden auch die Landtagswahlen in Thüringen statt. Und während in Portugal bei der Fussball-Europameisterschaft 2004 Kroatien gegen die Schweiz antrat, machte sich Michael Schumacher in Kanada warm. Wir schlugen gegen Mittag erstmal ruhig und gelassen den politischen Weg ein und machten uns auf den Weg zur Wahlurne. Zum ersten Mal in meinem noch jungen Leben wählte ich statt rot gelb und tat dies mit einem gewissen Stolz. Laut Politikberatung auf wahlomat.de passen die Thesen der FDP am Besten zu meinem Meinungsspiegel und bei Silvi war das auch so. Eine sozialdemokratische Partei, die sowohl vom Sozialen als auch vom Demokratischen meilenweit weg ist, kann auf meine bescheidene Stimme nicht mehr zählen. Viele Mitwähler blieben zu Hause oder malten bunte Blümchen auf den Wahlzettel, um so ihre Verdrossenheit zu demonstrieren. Mein Weg ist noch immer die Suche nach der Alternative, die schon lange fehlt. Demokratie als Fortschrittsbremse? Merkwürdig ist ohne Zweifel, dass gerade Skandinavien vor Reichtum nicht geradeaus sehen kann und es sich bei allen skandinavischen Ländern quasi um Monarchien handelt…….. In Deutschland werden sich sicher auch die kommenden Jahrzehnte die selben Szenerien abspielen. Die CDU folgt auf die SPD und anschließend andersrum. Die Erkenntnis, dass es gemeinsam sicher am Besten geht, folgt spätestens, wenn in diesem Land kein Mensch mehr leben will. Nachdem wir also unser Kreuz gemacht hatten und auf dem Weg nach Hause waren, folgte ein ganz sportlicher Abend. Das Formel 1-Rennen in Montreal/Kanada fing spannend an (Schumacher auf dem 5. Startplatz) und endete wie gewohnt mit dem Sieg für rot. Doch das aus Schumacher-Sicht positive Ergebnis war nur von kurzer Dauer. Ralf Schumacher samt Teamkollege Juan-Pablo Montoya wurde nachträglich disqualifiziert, weil sie ihre Bremsen unerlaubt kühlten, was ihnen einen klaren Vorteil verschaffte. Und auch in Portugal folgte eine kleine Überraschung. Beim Spitzenspiel England – Frankreich stand es bis zur 90. Minute 1:0 und erst in der Nachspielzeit (ca. 3 Minuten) konnte Frankreichs Zidane zwei hervorragende Tore verwandeln und sorgte so für eine Sensation. Selbst Fußballlaien wie mir blieb da kurzfristig die Spucke weg. Während des Spieles folgten die Ergebnisse der Europa- und Thüringenwahl, die aus Sicht der Regierungspartei zu einer herben Niederlage führten. Die schlechtesten Wahlergebnisse seit Gründung der Bundesrepublik zeigten deutlich, dass hier von „Volksvertretern“ keine Rede mehr sein kann…