Am vergangenen Sonntag bereits machte mich mein lieber Lars auf eine Möglichkeit aufmerksam, nebenbei oder hauptberuflich Geld zu verdienen. Sehr geheimnisvoll umschrieb er ein System, das bei mir eher Skepsis als Vertrauen hervorrief und mich angesichts der vergangenen Erfahrungen sehr misstrauisch machte. Dies verstärkte er, indem er nichts konkretes sagte, sondern uns für den heutigen Abend zu sich einlud. „Hört es Euch mal unverbindlich an und dann sehen wir weiter!“, sagte er und das ließen wir uns nicht ein zweites Mal sagen. Wir machten uns also gegen 19:15 Uhr ins nahegelegene Hänigsen auf, um unsere Neugier endlich zu befriedigen. Bei Lars angekommen erwartete uns ein Arbeitskollege aus Lars‘ Firma, der uns in den folgenden Stunden das System erklärte. Wie im Moment sehr verbreitet üblich ging es auch hier um ein System, das denen von Tupper und Avon sehr ähnelt. Wir kaufen Verbrauchsgüter 40 % günstiger beim Unternehmen ein und verkaufen sie mit eben dieser 40 %-Mage weiter. Nichts Neues, nichts Außergewöhnliches. Der Haken am System ist einleuchtend. Man muss die Produkte erstmal einkaufen und Menschen finden, die für Aloe Vera-Produkte 60 € ausgeben möchten (ein Beispiel). Beides ist für uns nicht machbar und daher entpupte sich die Geschäftsidee für uns ein Mal mehr als sehr ernüchternd. Dennoch war Lars ein toller Gastgeber und sein Kollege ein brillianter „Präsentator“.