Damit ist eigentlich schon das Meiste gesagt. Zwei Wochen vor dem Jahreswechsel möchte auch ich nun einen kleinen Rückblick wagen. „Beschweren wäre unverschämt!“, sage ich momentan gerne, wenn ich von Kunden nach meinem Befinden gefragt werde. Und so ist es auch. Das Jahr 2005 lief für mich im Grunde besser, als jedes Jahr davor und uns konnte in diesem Jahr eigentlich nichts erschüttern. Unsere Familienaktie ging überwiegend bergauf und startete nur selten mit kleinen Talfahrten. Wir haben viel erlebt und gesehen, haben unseren ersten Hochzeitstag feiern dürfen und ich mache endlich wieder das, was ich am liebsten mag – Musik.

Doch die Momente um Weihnachten heißen nicht umsonst „besinnliche Zeit“. Und für mich ist gerade der Jahreswechsel oft wesentlich emotionaler als der „heilige Abend“. Man lässt das Jahr Revue passieren und alle schönen und weniger schönen Momente schnellen mir dabei durch den Kopf und werden so sekundenschnell „aufgefrischt“. Dabei wird man schnell melancholisch – das geht auch an einem gnadenlosen Optimisten nicht vorbei. Für mich persönlich war dieses Jahr ein weiterer großer Schritt in Richtung Papa. Das Verhältnis, das viele Jahre nahezu zerbröselt wurde, baue ich nun Stück für Stück wieder auf. Ein 2000-Teile-Puzzle, bei dem sich am Ende hoffentlich jedes Einzelteil gelohnt hat. Andere bauen sich ein Haus, ich baue mir eine Vater-Sohn-Beziehung…

Aber nun zum Vorsatz für das kommende Jahr. Da man Vorsätze sowieso selten einhält, setze ich mir vor, dass alles so bleiben möge, wie es in diesem Jahr war. Allen regelmäßigen Lesern meines Weblogs möchte ich ganz besonders danken. Ich hätte nicht gedacht, dass die Leserzahlen so ansteigen würden und dass sich scheinbar doch ein paar Menschen für meine kleinen Alltags-Geschichten interessieren. Ich gelobe auch für 2006 wieder spannende, lustige und eben alltägliche Geschichten aus einem stinknormalen Leben und wünsche Euch da draußen ein frohes Fest und einen guten Rutsch in das neue Jahr. „The same procedure as every year!“