Hannover-List, kurz nach 21 Uhr. Ich waren eingeladen. Und nu kommt’s: Auf einer echten Party. Gerade ICH… Wo ich doch der größte Fan von diesen Smalltalk-Gelagen bin… NICHT… Da der Gastgeber aber „mein“ Andrei war und die „Sinnlos-Fete“ sogar einen Sinn hatte, konnte ich ja nicht zu Hause bleiben. Sinn der Flur-Stehparty war die Einweihung von Andreis „PianoBar“. Aus Teilen eines alten Klavieres und in mühevoller Selbstbauweise hat sich Andrei monatelang eine Bar zusammengezimmert, die nun seinen Gästen als „Tankstelle“ diente. Nach ausführlicher Begutachtung habe auch ich der Bar die Gesamtnote „Hardcore-Porno“ gegeben. Dazu sei am Rande erwähnt, dass Andrei seine Begeisterung immer mit dem Wort „Porno“ ausdrückt und ich die Bewertung noch steigern musste. Die „Hardcore-Porno-PianoBar“ bewährte sich gestern also zum ersten Mal ganz hervorragend und diente auch gleich als Ablagefläche für Andreis ersten Caipirinha. Nach meiner zugerufenen Anleitung bastelte er sich Schritt für Schritt zum „PianoBar-Megamixer“ hoch. Meine erste Party-Teilnahme nach vielen Jahren verlief hingegen so, wie ich das auch erwartet hatte. Den größten Teil der Gäste (rund 30 an der Zahl) kannte ich nicht und einen kleinen Teil eben dieser Gäste wollte ich auch nicht kennen lernen. Da es aber auch viele Ausnahmen gab, hatte ich viele nette Gespräche und eine Menge Spaß. Auch zu unserem aktuellen Lied „Der gleiche Mond“ gab es eine Menge Rückmeldung. Die beste Kritik kam von Kai (Freund und Ex-Kollege von Andrei), der mir im Flur sinngemäß Folgendes zuschrie: „Also dieser Mond iss geil aber das neue Lied ist Mist!“ – Recht hat er! Also die Party war „Porno“ und ein Großteil der Gäste ebenfalls. Nach dem Blickkontakt mit ausgewählten Gästen fühlte ich mich trotzdem oft mächtig deplatziert. Als übergewichtiger Mensch ist man eben doch nur minderwärtiger Abschaum. Der minderwärtige Abschaum konnte sich gestern aber über genau die Menschen amüsieren, die ihre Nase knapp unter der Decke trugen. Die oberflächliche Randgruppe konnte mir den „Porno“-Abend aber keineswegs vermiesen und ich möchte an dieser Stelle meinem Andrei danken, der heute sicher noch mächtig Aufräumarbeit hat. 1000 Dank, mein Lieber! Gestern haben wir zudem erfahren, dass Stefan (gestriger Gast und unser Gitarren-Gott) im Oktober Papa wird. Hierzu auch von dieser Stelle alles, alles Gute. Sollte das Kind am 18. Oktober kommen und männlich sein, bitte ich um den Zweitnamen „Hannes“.