Wieder trifft es Flugzeuge… Wieder werden unzählige Menschen unschuldig in den Tod gerissen… Wieder bekannten sich islamische Terroristen und wieder konnte es keiner verhindern. Die jüngsten Vorfälle in Russland machen nachdenklich und verdrängen zugleich meinen nahezu unerschütterlichen Optimismus. Meine naive „jeder-Mensch-ist-gut-Einstellung“ bekommt durch die täglichen Nachrichten aus Nahost gehörige Risse. Die vielen Anschläge und Vorfälle der vergangenen Jahre machen deutlich, dass der Terror näher kommt. Stück für Stück, Ort für Ort und immer unerwarteter.

Bereits der Begriff „Glaubenskrieg“ macht mir jeden Tag deutlicher, dass meine Meinung über die Weltreligionen nicht ganz falsch sein kann. Schon vor den Kreuzzügen wurden Menschen ihres Glaubens wegen in den Tod getrieben, förmlich hingerichtet und so zum „einzig wahren Glauben“ gezwungen. Diese Entwicklung hat sich bis in die Neuzeit nicht geändert – die Waffen sind jedoch umfangreicher geworden und so werden auch die „Glaubenskriege“ umfangreicher.

Wie viele der vergangenen und zukünftigen Unglücke waren und sind Terroranschläge? Solange Geheimdienste Informationen zurückhalten, um eine Panik zu verhindern, wird diese Frage keine Antwort finden. Wenn Anschläge allerdings so offensichtlich sind wie die Vorfälle in Russland, dann fällt sogar den Geheimdiensten das Schweigen und das Verschweigen schwer. Das Ergebnis ist eine allgemeine Unsicherheit, die jeden schweren Unfall, jeden Flugzeugabsturz, jedes verlorene Menschenleben in Frage stellt. Schafft nicht jeder Fanatismus Terror? Fanatische Vegetarier, fanatische Nichtraucher, fanatische Tierschützer, fanatische Nationalisten oder fanatische Gläubige machen ein globalisiertes Zusammenleben nahezu unmöglich. So bleibt uns allen nur die Hoffnung, dass Deutschland noch lange von jeglichem Fanatismus verschont bleibt und Flugzeuge in Zukunft dort bleiben, wo sie hingehören – in der Luft.